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rocksolid / de.rec.spiele.computer.misc / [netzpolitik] Gamer für den Schutz des Kulturgutes Videospiel

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* [netzpolitik] Gamer für den Schutz des Kulturgutes VideospielKyonshi
`* Re: [netzpolitik] Gamer für den Schutz des Kulturgutes VideospielJoachim Reiter
 `- Re: [netzpolitik] Gamer für den Schutz des Kulturgutes VideospielKyonshi

1
Subject: [netzpolitik] Gamer für den Schutz des Kulturgutes Videospiel
From: Kyonshi
Newsgroups: de.rec.spiele.computer.misc
Organization: A noiseless patient Spider
Date: Thu, 25 Apr 2024 13:54 UTC
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From: gmke...@gmail.com (Kyonshi)
Newsgroups: de.rec.spiele.computer.misc
Subject: [netzpolitik]_Gamer_für_den_Schutz_des_Kulturgut
es_Videospiel
Date: Thu, 25 Apr 2024 15:54:48 +0200
Organization: A noiseless patient Spider
Lines: 92
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Quelle:
https://netzpolitik.org/2024/videospielsterben-wie-sich-gamer-fuer-den-schutz-des-kulturgutes-videospiel-einsetzen/

Wie sich Gamer für den Schutz des Kulturgutes Videospiel einsetzen

Videospielhersteller löschen öfter Spiele aus ihren Bibliotheken und von
ihren Servern, wenn diese in die Jahre kommen. Bei Gamer*innen stößt das
zunehmend auf Kritik. Sie fordern mit einer internationalen Initiative
einen gesetzlichen Rahmen, der das Kulturgut Computerspiel schützt.
25.04.2024 um 15:02 Uhr - Nora Nemitz

Anfang März hat die Spielefirma Ubisoft das Spiel „The Crew“ aus ihrer
Spiele-Mediathek entfernt. Die „Game-Launcher“ genannten Mediatheken
dienen dazu, Spiele zu verwalten. Das bekannteste Beispiel ist Steam,
aber die meisten Spielefirmen besitzen oft einen eigenen. Die meisten
Spiele existieren heute nur noch digital in den Game-Launchern, da
selbst in den Spiele-DVD-Boxen nur noch ein Code für dieses digitale
Angebot enthalten ist. Kauft man sich also ein Spiel, ist es als
digitaler Wert im Game-Launcher. Oft ist es auch so, dass die Spiele
eine Internetverbindung nötig ist, damit sie auf einem Server laufen.

Das führt zu Abhängigkeiten: Verliert der für den Launcher
Verantwortliche die Lizenz eines Spiels oder nimmt er das Spiel heraus,
hat niemand mehr Zugriff auf dieses Spiel.

Das passierte unlängst bei „The Crew“. Das Autorennspiel, das auf einem
Server läuft, damit man mit anderen zusammen Rennen fahren kann, ist in
die Jahre gekommen. Bei Ubisoft gibt es zwei Nachfolger für das Spiel
und vermutlich sind die Umsätze nicht mehr groß genug, was den
Hersteller offenbar veranlasste, nicht länger die Kosten für den Server
zu tragen. Dadurch verschwand das Spiel aus den Spielbibliotheken der
immerhin noch bis zu zwölf Millionen Spieler*innen und ist auch im
Launcher nicht mehr zu finden. Laut den Nutzungsregeln des
Ubisoft-Launchers ist das auch so erlaubt.
Ubisoft löst Proteste aus

Viele der noch aktiven „The Crew“-Spieler*innen waren damit überhaupt
nicht einverstanden, da ihnen nicht einmal eine Entscheidung zum Verlust
des digitalen Werts angeboten wurde. Ubisoft weigerte sich bei „The
Crew“ auch, Alternativen zum Weiterbetrieb anzubieten. Als Reaktion auf
das plötzliche Ende von „The Crew“ gründete sich „StopKillingGames“.

Die internationale Initiative setzt sich unter anderem dafür ein, dass
Videospiele wie auch Musik, Fotos oder Literatur nach Ablauf einer
bestimmten Frist gemeinfrei werden oder dass die Unternehmen für Spiele,
die sich wirtschaftlich nicht mehr rentieren, den Code zur Verfügung
stellen. Dann könnten Menschen, die das Spiel immer noch spielen wollen,
die Chance bekommen, selbst Gaming-Server zu hosten. Grundsätzlich
verweist die Initiative auch auf ältere Spiele, wo die
Multiplayer-Server nicht in der Hand des Herstellers lagen und damit
unabhängig von diesem sind.

„StopKillingGames“ stellt jetzt Petitionen im Vereinigten Königreich,
Kanada und Australien. Auch für die Europäische Union ist eine geplant.
Im Europaparlament haben sich die Piraten zu der Sache geäußert: Patrick
Breyer, Abgeordneter im Europaparlament, hat eine offizielle Anfrage an
die Kommission der Europäischen Union gestellt, ob das Löschen von
Spielern überhaupt dem EU-Recht entspricht und welche Grenzen dabei für
Spielehersteller gelten. In Australien gibt es sogar schon eine
Gesetzesinitiative. Die Petition im Vereinigten Königreich kann man
mittlerweile auf der Parlamentsseite finden.
Schutz digitaler Kulturen in Zukunft

Unklar ist aber, ob und wann das Thema in den verschiedenen Parlamenten
besprochen wird. Mit großer Wahrscheinlichkeit wird es noch eine Weile
dauern. Weil Gaming nicht an Ländergrenzen gebunden ist, spricht sich
Stopkillinggames nun im Namen von vielen Gamer*innen für eine global
geltende Regelung aus. Wichtig sei dabei auch, dass es eine für
Videospiele geltende Regelung gibt, die nicht zu allgemein gehalten
wird. Sonst könnten die Spielehersteller Lücken ausnutzen.

StopkillingGames zieht beim Schutz des Kulturgutes Computerspiel den
Vergleich zu anderen Kulturgütern:

Das Konzept, jede vorhandene Kopie eines Buches, eines Liedes,
eines Films etc. zu zerstören, würde als kultureller Verlust für die
Gesellschaft angesehen werden. Obwohl es sich um ein weniger anerkanntes
Medium handelt, verdienen Videospiele grundlegende Schutzmaßnahmen gegen
die vollständige und willentliche Zerstörung vieler ihrer Werke.

Die Gründung von Initiativen wie „StopKillingGames“ zeigt, dass das
Bewusstsein für dieses Thema wächst und die Forderung nach Lösungen
lauter wird. Wann es zu einer Lösung kommt, weiß niemand. Viele Spiele
werden bis dahin verloren gegangen sein.

--
microblog: https://dice.camp/@kyonshi
macroblog: https://gmkeros.wordpress.com
pictures: https://portfolio.pixelfed.de/kyonshi

Subject: Re: [netzpolitik] Gamer für den Schutz des Kulturgutes Videospiel
From: Joachim Reiter
Newsgroups: de.rec.spiele.computer.misc
Organization: none
Date: Fri, 26 Apr 2024 04:34 UTC
References: 1
Path: i2pn2.org!i2pn.org!eternal-september.org!feeder3.eternal-september.org!news.eternal-september.org!.POSTED!not-for-mail
From: hooome...@web.de (Joachim Reiter)
Newsgroups: de.rec.spiele.computer.misc
Subject: Re: [netzpolitik]_Gamer_für_den_Schutz_des_Kulturgut
es_Videospiel
Date: Fri, 26 Apr 2024 06:34:00 +0200
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Lines: 23
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*Kyonshi* schrieb am Do, 25.04.2024:

> Quelle:
> https://netzpolitik.org/2024/videospielsterben-wie-sich-gamer-fuer-den-schutz-des-kulturgutes-videospiel-einsetzen/
>
> Wie sich Gamer für den Schutz des Kulturgutes Videospiel einsetzen

Wenn ich einen Gegenstand kaufe(bezahle) entscheide ich, wie lange ich
diesen verwende oder aber entsorge.
IMHO sollte dies auch für gekaufte Videospiele gelten - bezahlt ist bezahlt
- und das mitunter bis zu 100 € oder darüber - Anno 1800 Pioneer Edition
sowie aller Seasons ~ 250 €!

Allerdings höre ich jetzt schon wieder DIE schreien die meinen "Steht nun
mal so in den AGB's der Anbieter wie Ubi, Steam oder sonstigen".
Wenn diese gern Geld aus dem Fenster schmeißen... bitte, gerne!

--
Gruß... Joachim
Antworten bitte nur hier in der Gruppe...
40tude-Dialog FAQ
https://www.barghahn-online.de/4td_faq/

Subject: Re: [netzpolitik] Gamer für den Schutz des Kulturgutes Videospiel
From: Kyonshi
Newsgroups: de.rec.spiele.computer.misc
Organization: A noiseless patient Spider
Date: Fri, 26 Apr 2024 07:52 UTC
References: 1 2
Path: i2pn2.org!i2pn.org!eternal-september.org!feeder3.eternal-september.org!news.eternal-september.org!.POSTED!not-for-mail
From: gmke...@gmail.com (Kyonshi)
Newsgroups: de.rec.spiele.computer.misc
Subject: Re:_[netzpolitik]_Gamer_für_den_Schutz_des_Kul
turgutes_Videospiel
Date: Fri, 26 Apr 2024 09:52:52 +0200
Organization: A noiseless patient Spider
Lines: 27
Message-ID: <v0fo4e$3isb2$1@dont-email.me>
References: <v0docm$31q3r$1@dont-email.me>
<47hlvkirc6mu.dlg@joachimreiter.my-fqdn.de>
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Injection-Date: Fri, 26 Apr 2024 10:20:31 +0200 (CEST)
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In-Reply-To: <47hlvkirc6mu.dlg@joachimreiter.my-fqdn.de>
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On 4/26/2024 6:34 AM, Joachim Reiter wrote:
> *Kyonshi* schrieb am Do, 25.04.2024:
>
>> Quelle:
>> https://netzpolitik.org/2024/videospielsterben-wie-sich-gamer-fuer-den-schutz-des-kulturgutes-videospiel-einsetzen/
>>
>> Wie sich Gamer für den Schutz des Kulturgutes Videospiel einsetzen
>
> Wenn ich einen Gegenstand kaufe(bezahle) entscheide ich, wie lange ich
> diesen verwende oder aber entsorge.
> IMHO sollte dies auch für gekaufte Videospiele gelten - bezahlt ist bezahlt
> - und das mitunter bis zu 100 € oder darüber - Anno 1800 Pioneer Edition
> sowie aller Seasons ~ 250 €!
>
> Allerdings höre ich jetzt schon wieder DIE schreien die meinen "Steht nun
> mal so in den AGB's der Anbieter wie Ubi, Steam oder sonstigen".
> Wenn diese gern Geld aus dem Fenster schmeißen... bitte, gerne!
>
>

Joah, die argumentieren dann eben dass du das eben nicht kaufst sondern
praktisch nur lizensierst.

--
microblog: https://dice.camp/@kyonshi
macroblog: https://gmkeros.wordpress.com
pictures: https://portfolio.pixelfed.de/kyonshi


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